3D-Druck

Mit einem Informatiker im Haus hat man nicht zwangsläufig auch die neueste Technik im Einsatz. Das ist wie mit dem Schuster und den Schuhen. Und so zog tatsächlich erst Ende letzten Jahres ein kleiner niedlicher 3D-Drucker bei uns ein. Ein Gebrauchtgerät von Freunden. Er fand schnell einen Platz, wo er gut stand. Aber lange keinen PC oder Laptop, der mit ihm gut kooperieren wollte. Bis die neuen gebrauchten Laptops einzogen. Und dann fehlte die Zeit…

Pfingsten waren die Freunde da, der Exbesitzer war so gnädig den Drucker einzurichten und zum Test eine Pfeife zu drucken. Gestern wagten wir das erste eigene Projekt. Und meine Glaskugel hat einen Ständer bekommen.

Warte mal einen Moment …

… ich muss mal meine Glaskugel befragen.

Ich habe das Paket ins Büro liefern lassen. Der Werkstattmeister hat es fälschlicherweise geöffnet und fragte mich, ob das seine sei, damit er nicht nach Abholungen fragen muss. Ich musste ihn enttäuschen, die ist für mich, damit ich im Falle einer seiner berüchtigten Anfragen nicht mehr sagen muss „Meine Glaskugel ist leider kaputt“.

Nun brauch ich nur noch einen Ständer, damit sie liegen bleibt auf dem Schreibtisch. Auf jeden Fall der Lacher des Tages.

Man nehme einen Schrank, ein ausreichend großes Brett – in unserem Fall ist es das alte Reißbrett, an dem Schwiegerpapa einst vor vielen Jahren das Haus geplant hat, in dem jetzt Schwiegermama mit Freund wohnt – und Befestigungsmaterial. Und so entsteht aus reinem Pragmatismus ein kleines Arbeitseckchen zwischen Sekretär und Notenregal, auf dem die Nähmaschine ihren festen Platz hat ohne zu stören. Bleibt zu hoffen, das mein Plan aufgeht und sie dort nun auch häufiger genutzt wird, weil sie nicht immer ausgepackt werden muss sondern startklar ist.

Die Magnolie blüht. Das Mandelbäumchen auch – und jedes Jahr erinnert es mich daran, dass wir die lieben Spender des Bäumchens eigentlich schon lange mal wieder besuchen wollten. Früher dachte ich, wenn die Kinder größer werden, ist das leichter … stattdessen wird es schwerer.

Das Beet im hinteren Garten, dem ich im letzten Jahr einen Rand aus in Beton gesetztem Granit spendiert habe, ist nun endlich ein Beet. Die komplette Grasnarbe ist entfernt. Der Efeu, der aus dem Nachbargarten rüberwächst, wird jetzt an der Kante der alten hochkant eingesetzten Gehwegplatten abgeschnitten. Die Rhododendren haben einen neuen Schub Erde bekommen, der Lavendel ist aus den vorderen Garten nach hinten umgezogen. Ich hoffe, er wächst gut an.

Frühling ist da …

Der Storch kreiste schon letztes Wochenende über unserem Garten. Die Spatzen zwitschern und sammeln Nistmaterial. Noch wohnen sie unter unserem Dach und weil das mit dem Dachdecker wohl wieder nix war, werden sie diesen Sommer dort noch wohnen. Seit Herbst versuchen wir einen Handwerker zu finden, der der Spatzenkolonie unter dem Dach Einhalt gebieten kann. Drei waren inzwischen da. Von keinem kam ein Angebot … und auch kein Lebenszeichen mehr. Der letzte reagiert auch nicht auf Nachfrage. *seufz*

Aber die Blumen blühen, die Obstbäumen zeigen Knospen und die Magnolie wird wohl spätestens am Wochenende die erste aufgebrochene Blüte zeigen. Die Enten legen fleißig Eier, seit Anfang der Woche lasse ich sie ihnen liegen.

Meinen geplanten Ikeaausflug habe ich abgesagt … der Wetterbericht fürs Wochenende sagt Gartenwetter voraus. Und das will ich ausnutzen, buddeln und harken, bauen und räumen und umpflanzen. Das Mittelkind hat mir letztes Jahr zum Geburtstag Gutscheine geschenkt. Einer heißt „Gartenarbeit“ – den mag ich einlösen, habe ich heute morgen angekündigt.

Urlaub

Wir hatten Urlaub. So richtig. Nur zu zweit. Keine Kinder. Kind klein bei Freunden, die uns auch ihr Ferienhäuschen überließen. Kind zwei mit Oma und Opa im Urlaub. Kind drei allein zu Haus – sie übernahm den Fütterdienst meiner „hässlichen Viecher“ und durfte dafür ihren Probenmarathon absolvieren. Eine liebe Freundin von uns war ihr „Backup“ für Notfälle.

Und wir? Wir hatten Ruhe. Wir haben sogar das Radio ausgelassen und einfach genossen. 5 Tage.

Weiterlesen

Schäfchenwolle fürs Schäfchen

Längst sollte das Puppenkind fertig geboren sein, doch ereilte mich die Erkenntnis, dass mein Material ganz sicher nicht reichen wird. Das Puppentrikot ist recht neu, das hatte ich für die Puppe der Jüngsten erworben. Aber der Rest ist aus Zeiten, wo ich das Nähen von Puppen erlernt habe. Damals nähte ich die beiden Puppen für meine jetzt großen Mädchen. Viele sind in der Zwischenzeit nicht dazu gekommen, daher war noch immer Füllmaterial und Kleinkram da. Doch der noch vorhandene Kammzug füllt weder Beine noch Arme noch Körper des neuen Puppenkindes mehr aus.

Gestern brachte der Paketdienst Nachschub aus der Wollfabrik. Hauptsächlich wunderbare Schäfchenwolle als Kammzug. Vom Merinoschaf. Ein ganzes Kilo, denn mindestens ein weiteres Püppchen ist in Planung.

Für mich als kleinen Seelenstreichler obendrauf gab es noch Knöpfe. Schäfchenknöpfe.

Kirchenklänge

Man muss es zugeben, es klingt. Und es klingt gut. Die Tatsache, daran beteiligt gewesen zu sein, macht schon ein bisschen stolz. Andererseits bin ich froh, vom Zoom verschont geblieben zu sein, anonym in der Menge zu bleiben. Ich habe mit einem Lächeln mir bekannte Gesichter im Film in den verschiedenen Chören gesehen, auch den Kollegen aus der Werkstatt. Heute war Uraufführung, ab sofort kann man sie bestellen – die DVD rund um den Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg und rund um Luthers Friedenslied, passend zu 500 Jahre Reformation.

Es ist nicht „mein“ Chor, mit dem ich dort singe. Aber ich durfte Teil davon sein. Der Großteil der Sänger/innen kommt von den Gospel Glades aus Fichtenwalde. Man kann dort wunderbar singen, man ist dort auch als Gast immer mittendrin und nie am Rande. Aber mir ist das für feste Mitgliedschaft einfach zu weit weg.