Schäfchenwolle fürs Schäfchen

Längst sollte das Puppenkind fertig geboren sein, doch ereilte mich die Erkenntnis, dass mein Material ganz sicher nicht reichen wird. Das Puppentrikot ist recht neu, das hatte ich für die Puppe der Jüngsten erworben. Aber der Rest ist aus Zeiten, wo ich das Nähen von Puppen erlernt habe. Damals nähte ich die beiden Puppen für meine jetzt großen Mädchen. Viele sind in der Zwischenzeit nicht dazu gekommen, daher war noch immer Füllmaterial und Kleinkram da. Doch der noch vorhandene Kammzug füllt weder Beine noch Arme noch Körper des neuen Puppenkindes mehr aus.

Gestern brachte der Paketdienst Nachschub aus der Wollfabrik. Hauptsächlich wunderbare Schäfchenwolle als Kammzug. Vom Merinoschaf. Ein ganzes Kilo, denn mindestens ein weiteres Püppchen ist in Planung.

Für mich als kleinen Seelenstreichler obendrauf gab es noch Knöpfe. Schäfchenknöpfe.

Kirchenklänge

Man muss es zugeben, es klingt. Und es klingt gut. Die Tatsache, daran beteiligt gewesen zu sein, macht schon ein bisschen stolz. Andererseits bin ich froh, vom Zoom verschont geblieben zu sein, anonym in der Menge zu bleiben. Ich habe mit einem Lächeln mir bekannte Gesichter im Film in den verschiedenen Chören gesehen, auch den Kollegen aus der Werkstatt. Heute war Uraufführung, ab sofort kann man sie bestellen – die DVD rund um den Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg und rund um Luthers Friedenslied, passend zu 500 Jahre Reformation.

Es ist nicht „mein“ Chor, mit dem ich dort singe. Aber ich durfte Teil davon sein. Der Großteil der Sänger/innen kommt von den Gospel Glades aus Fichtenwalde. Man kann dort wunderbar singen, man ist dort auch als Gast immer mittendrin und nie am Rande. Aber mir ist das für feste Mitgliedschaft einfach zu weit weg.

img_20161106_115446_editDa steht er, der ruhige alte Herr. Wir fanden ihn im Kaminholz vom Ferienhaus und weigerten uns, ihn zu verbrennen. Nun steht er da und erinnert an Urlaub, an Berge. Ein bisschen mahnt er mich. Ich bin ihm zu hibbelig, zu sehr unter Strom. Recht hat er.
Und doch ist absehbar, dass der Advent nicht so besinnlich werden wird. Auftritt der Ministreicher, der Chorklasse, des Schulorchester. Auftritt mit dem Chor, Weihnachtsfeiern. Ich freu mich auf die freien Tage um Weihnachten. Bis dahin heisst es überleben.

Nicht mal mehr in Ruhe seine abendliche Hunderunde kann man drehen. Kurz vor Weihnachten scheint grosses Entrümpeln angesagt. Ständig stehen irgendwo Sperrmüllhaufen. Und es ist Wahnsinn, was einem da so – mal eben – in die Jackentasche springt, weil es unbedingt vor dem Müllauto gerettet werden will…

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Ich plan dann mal Möbelrücken.