Palettenstall

Wenn man auf den Mann hört und die Ente machen lässt, muss man die Konsequenzen tragen und damit arbeiten. In unserem Fall war nun definitiv ein neuer Stall fällig. Ein sommertauglicher reicht aus. Fuchs- und mardersicher, regenfest, ausreichend gross.

Und so nahmen wir:

  • fünf Einwegpaletten von Gipslieferungen an meine Firma (immerhin 2,5 x 1,20 m pro Stück)
  • Leistenreste aus dem Holzcontainer
  • Werbeplane von einer Messe, die meine Schwägerin mal angeschleppt hat
  • Säge, Akkuschrauber, Schrauben
  • ca. 5 h Zeit

Die Paletten sind bedingt durch die benötigte Tragfähigkeit vollflächig beplankt und haben auf der Unterseite auch noch Verstärkungsbretter. Robuste fertige Bauteile. Eine haben wir in drei Teile zerschnitten. Zwei davon sind jetzt Türen, das dritte lieferte das Material für die Wand zwischen den Türen. Eine zweite teilten wir auf für die schmalen Seiten. Der Rest wurde verbaut wie er war: Boden, Rückwand, Dach. Den Fussboden schützt ein Teil der Messeplane, die wir auch für Regenfestigkeit des Daches benutzt haben. Mein Stall hat nun ein wunderschön blaues Dach.

 

Sie schlafen, sie fressen und trinken, planschen und piepsen. Und sie wachsen. Dieses Mal gefühlt deutlich schneller als letztes Jahr. Der Gatte meint, das könne daran liegen, dass sie nachts Zugang zum Fressen haben. Den gabs im letzten Jahr nicht.

Noch sind sie potentielles Futter für die Greifvögel und Spielzeug für die Katzen. Deshalb gibt es Ausgang nur, wenn einer von uns Zweibeinern im Garten ist.

3D-Druck

Mit einem Informatiker im Haus hat man nicht zwangsläufig auch die neueste Technik im Einsatz. Das ist wie mit dem Schuster und den Schuhen. Und so zog tatsächlich erst Ende letzten Jahres ein kleiner niedlicher 3D-Drucker bei uns ein. Ein Gebrauchtgerät von Freunden. Er fand schnell einen Platz, wo er gut stand. Aber lange keinen PC oder Laptop, der mit ihm gut kooperieren wollte. Bis die neuen gebrauchten Laptops einzogen. Und dann fehlte die Zeit…

Pfingsten waren die Freunde da, der Exbesitzer war so gnädig den Drucker einzurichten und zum Test eine Pfeife zu drucken. Gestern wagten wir das erste eigene Projekt. Und meine Glaskugel hat einen Ständer bekommen.

Warte mal einen Moment …

… ich muss mal meine Glaskugel befragen.

Ich habe das Paket ins Büro liefern lassen. Der Werkstattmeister hat es fälschlicherweise geöffnet und fragte mich, ob das seine sei, damit er nicht nach Abholungen fragen muss. Ich musste ihn enttäuschen, die ist für mich, damit ich im Falle einer seiner berüchtigten Anfragen nicht mehr sagen muss „Meine Glaskugel ist leider kaputt“.

Nun brauch ich nur noch einen Ständer, damit sie liegen bleibt auf dem Schreibtisch. Auf jeden Fall der Lacher des Tages.

Wie ein bisschen Sommer…

… muten die derzeit 30 Grad tagsüber an. Wenn mich auch die Pollen manchmal heftig plagen, so kann ich die Finger doch nicht ganz still halten. Und so wässere ich den angehenden Gemüsegarten, in dem noch nix wächst – um das Unkraut rausziehen zu können. Das sitzt im trockenen harten Boden ziemlich fest. Ich plane das Füllen und Glätten des Loches, das noch mitten im Garten nervt. Und ich habe einem Dekostück seinen Platz zugewiesen.

Das gute Stück habe ich vor zwei oder drei Jahren bei meinem Schwager gesehen. Tendenz Schrottcontainer. Ich bat ihn darum, das Schmuckstück für mich aufzuheben. Das tat er, fand dann selbst Gefallen daran. Wir diskutierten. Letztlich zog das schwere rostige Teil zu uns. Stand rum. Wartete auf Zeit, Drahtbürste und Lack. Seinen Platz hat es nun eingenommen. Der Rest kommt hoffentlich den Sommer über.

Und ich freu mich wie Bolle, dass dieses Mal kein Frost kam. Das bedeutet, wir haben dieses Jahr wieder Kirschen – und die werden langsam rot. Und Äpfel und Birnen hab ich auch gesehen.

Und die Küken wachsen…

Pubertäres Hirn = Rumpelkammer?

Drei pubertäre Weiber im Haus kosten Nerven, Ohrenschmalz und manchmal auch Schlaf. Zwischen „rühr mich nicht an“, „du verstehst mich nicht“ und Kuschelanfällen, zwischen Kinderalbernheiten und grossem Zickenkrieg ist bei uns derzeit alles zu haben. Das schlaucht. Manchmal bin ich morgens froh, ins Büro flüchten zu können.

Irgendeins der Kinder muss am Wochenende Langeweile gehabt haben. Heute erwartete mich an der Tür von der Garage in den Hausanschlussraum das:

Wenn das mal nicht ein netter Hinweis auf das Chaos im Kopf ist, das gemeinhin bei Pubertieren auftritt. Auf jeden Fall hat sich jemand richtig Mühe gegeben.

Es piept wieder im Garten

Lisbeth durfte wieder brüten. Erwin hat seine Paula und die Schnatti und ist entspannt. Die vielfache Mama hat ein gesichertes Revier und ist nur unentspannt, wenn man den Piepsbällen zu nahe kommt. Wir hatten dieses Mal das Glück, auch beim Schlüpfen ein wenig zusehen zu können. Ein Erlebnis für mich, die Kinder und das kükenliebende Gastkind.

Man nehme einen Schrank, ein ausreichend großes Brett – in unserem Fall ist es das alte Reißbrett, an dem Schwiegerpapa einst vor vielen Jahren das Haus geplant hat, in dem jetzt Schwiegermama mit Freund wohnt – und Befestigungsmaterial. Und so entsteht aus reinem Pragmatismus ein kleines Arbeitseckchen zwischen Sekretär und Notenregal, auf dem die Nähmaschine ihren festen Platz hat ohne zu stören. Bleibt zu hoffen, das mein Plan aufgeht und sie dort nun auch häufiger genutzt wird, weil sie nicht immer ausgepackt werden muss sondern startklar ist.

Die Magnolie blüht. Das Mandelbäumchen auch – und jedes Jahr erinnert es mich daran, dass wir die lieben Spender des Bäumchens eigentlich schon lange mal wieder besuchen wollten. Früher dachte ich, wenn die Kinder größer werden, ist das leichter … stattdessen wird es schwerer.

Das Beet im hinteren Garten, dem ich im letzten Jahr einen Rand aus in Beton gesetztem Granit spendiert habe, ist nun endlich ein Beet. Die komplette Grasnarbe ist entfernt. Der Efeu, der aus dem Nachbargarten rüberwächst, wird jetzt an der Kante der alten hochkant eingesetzten Gehwegplatten abgeschnitten. Die Rhododendren haben einen neuen Schub Erde bekommen, der Lavendel ist aus den vorderen Garten nach hinten umgezogen. Ich hoffe, er wächst gut an.