Gartenteich

Während derzeit der zweite Schuppen abgebaut wird, die Bewässerung geborgen und das Stromkabel gesichert werden müssen, freue ich mich auf das große Bauprojekt. Und während ich mich freue, entstehen Ideen für die Außengestaltung, für neue bzw. umgebaute Beete und deren Bepflanzung. Ein Teil der neuen Pflanzen wanderte vom Berliner Staudenmarkt am Samstag zu uns und harrt nun der Dinge.

Auch das Geburtstagsgeschenk von Freunden harrt aus.

Geschenkt war es mit dem Oh-Ton „für die Enten“ und derweil schleicht sich ein Eigengebrauch in meinen Kopf. Mit Rohrkolben und Seerose und ohne Enten …

Es war einmal ein Kaminholzschuppen …

… der stand auf einem Grundstück als Anschauungsobjekt. Dort war er irgendwie dieser Tage im Weg und sollte weg. Doch wer würde diesen Schuppen nehmen?

Zur gleichen Zeit sandte uns der liebe Gott einen Handwerker, der uns einen Kostenvoranschlag für einen großen Schuppen machte (nachdem andere sich auch nach einem halben Jahr nicht gemeldet haben) und auch Zeit dafür frei hat. Eben jener Handwerker hatte auch den Kaminholzschuppen gebaut und so kam beim Baugespräch im Garten eines zum anderen.

Nach Vorarbeiten unsererseits – nämlich Entfernen der Bepflanzung am von uns vorgesehenen Platz – kam heute der Schuppen an. Irre. Unglaublich. Die Männer waren stur und zirkelten in Millimeterarbeit den Transporter auf unser Grundstück. Dann ebneten sie, setzten Steine und sorgten für eine waagerechte Fläche. Sechs Männer hoben den Schuppen auf seinen neuen Platz. Geplant war er anders, aber da die Maße auf Schätzungen und nicht auf Messung beruhten, passte der vorgesehene Platz nicht. Wir änderten den Plan dann spontan. Und nun steht er.

Nachdem gestern zwei nette Herren da waren und den Metallschuppen abgebaut, ins Auto verladen und mit einem Schein für einmal Eis essen mit den Kindern bezahlt hatten, blieb die Frage nach „was tun wir heute“ und spontan waren wir erfolgreich destruktiv.

Die Bodenplatte des Metallschuppens entpuppte sich als nicht ganz so leicht wie anfänglich gedacht. Der Errichter des Schuppens hatte beim Gießen der Platte ein Maschendrahtfeld in den Beton gelegt. Letztlich brach der Beton aber ganz gut in große Stücke und der Draht ließ sich dann durchschneiden. Die Platten verluden wir anschließend in mein Auto, die kleinen Teile sammelten wir in einer Bauwanne zusammen.

Zusammen mit dem Koniferenschnitt wanderte der Beton heute auf den Recyclinghof. Und weil das allein ja echt langweilig wäre … koche ich nebenbei Marmelade aus Pfirsichen und Traubengelee in rot und weiß aus eigenen Trauben ein.

Garten umgestalten

Lange schon schwelt es, das Thema vom größeren Fahrradschuppen. Letztlich ist und bleibt es eine Geldfrage. Dank eines Projektes, das zusätzliches Geld bringt, schien der Wunsch zum Greifen nah. Und das erste Mal gingen wir mit echten Ideen und Plänen schwanger. Trotz Hürden, trotz nur halbem Projekt aber dank Zuschuss bekommt der Wunsch nun Grundlage. Der Handwerker ist gefunden, der Plan steht und hat sogar amtliche Genehmigung (wobei der Bau genehmigungsfrei ist) und da in dieser Woche alle drei Lämmchen ausgeflogen sind, laufen hier seit gestern die Uhren etwas anders.

Leider habe ich das „vorher“-Foto vergessen und komme gerade nicht ans Bilderarchiv. Daher nun „ist“-Stand von gestern Abend.

Gut ein Dutzend mehr oder weniger schöne Koniferen bekamen einen Formschnitt, der ist zu dieser Zeit ja erlaubt. Da dabei kein Vogelnest zutage trat, durften sie endgültig das zeitliche segnen. Sonst hätten wir das Projekt schieben müssen. Der Metallschuppen wird heute abgebaut, den geben wir für kleines Geld noch mal ab. Danach muss das Kaminholz umgeschichtet werden, anschließend (oder parallel dazu) wird der rote Schuppen ausgeräumt und demontiert. Und an die Stelle der beiden Schuppen nebst Kaminholz kommt ein großer Komplex mit drei Räumen, jeder separat von außen zugänglich und mit Fenster für Tageslicht. Ein Fahrradschuppen, ein Geräteschuppen für Gartengeräte und ein Schuppenteil für Heu und Stroh.

Sommer

Die Natur in meinem Garten ist dieses Jahr komisch. Die Magnolie blüht gerade ein zweites Mal. Nicht so üppig wie im Frühjahr aber deutlich sichtbar. Ansonsten ist es Sommer, warm und trocken. So viel wie dieses Jahr habe ich noch nie wässern müssen, um Pflanzen zu erhalten.

Der Schmetterlingsflieder ist allerdings gut gewachsen und zieht inzwischen wunderbar Bienen und Schmetterlinge an. Sogar seltene Exemplare dürfen wir dieses Jahr bewundern.

Und am Wochenende dachte ich mir, ich nehme mal meine Glaskugel aus dem Büro mit und probiere mal Fotografie mit Kugel aus statt Lesen der Glaskugel. So ganz erschließt sich mir das technisch noch nicht. Und auch über den Sinn kann man streiten, außer dass es ganz lustig ist.

Palettenstall

Wenn man auf den Mann hört und die Ente machen lässt, muss man die Konsequenzen tragen und damit arbeiten. In unserem Fall war nun definitiv ein neuer Stall fällig. Ein sommertauglicher reicht aus. Fuchs- und mardersicher, regenfest, ausreichend gross.

Und so nahmen wir:

  • fünf Einwegpaletten von Gipslieferungen an meine Firma (immerhin 2,5 x 1,20 m pro Stück)
  • Leistenreste aus dem Holzcontainer
  • Werbeplane von einer Messe, die meine Schwägerin mal angeschleppt hat
  • Säge, Akkuschrauber, Schrauben
  • ca. 5 h Zeit

Die Paletten sind bedingt durch die benötigte Tragfähigkeit vollflächig beplankt und haben auf der Unterseite auch noch Verstärkungsbretter. Robuste fertige Bauteile. Eine haben wir in drei Teile zerschnitten. Zwei davon sind jetzt Türen, das dritte lieferte das Material für die Wand zwischen den Türen. Eine zweite teilten wir auf für die schmalen Seiten. Der Rest wurde verbaut wie er war: Boden, Rückwand, Dach. Den Fussboden schützt ein Teil der Messeplane, die wir auch für Regenfestigkeit des Daches benutzt haben. Mein Stall hat nun ein wunderschön blaues Dach.

 

Sie schlafen, sie fressen und trinken, planschen und piepsen. Und sie wachsen. Dieses Mal gefühlt deutlich schneller als letztes Jahr. Der Gatte meint, das könne daran liegen, dass sie nachts Zugang zum Fressen haben. Den gabs im letzten Jahr nicht.

Noch sind sie potentielles Futter für die Greifvögel und Spielzeug für die Katzen. Deshalb gibt es Ausgang nur, wenn einer von uns Zweibeinern im Garten ist.

3D-Druck

Mit einem Informatiker im Haus hat man nicht zwangsläufig auch die neueste Technik im Einsatz. Das ist wie mit dem Schuster und den Schuhen. Und so zog tatsächlich erst Ende letzten Jahres ein kleiner niedlicher 3D-Drucker bei uns ein. Ein Gebrauchtgerät von Freunden. Er fand schnell einen Platz, wo er gut stand. Aber lange keinen PC oder Laptop, der mit ihm gut kooperieren wollte. Bis die neuen gebrauchten Laptops einzogen. Und dann fehlte die Zeit…

Pfingsten waren die Freunde da, der Exbesitzer war so gnädig den Drucker einzurichten und zum Test eine Pfeife zu drucken. Gestern wagten wir das erste eigene Projekt. Und meine Glaskugel hat einen Ständer bekommen.

Warte mal einen Moment …

… ich muss mal meine Glaskugel befragen.

Ich habe das Paket ins Büro liefern lassen. Der Werkstattmeister hat es fälschlicherweise geöffnet und fragte mich, ob das seine sei, damit er nicht nach Abholungen fragen muss. Ich musste ihn enttäuschen, die ist für mich, damit ich im Falle einer seiner berüchtigten Anfragen nicht mehr sagen muss „Meine Glaskugel ist leider kaputt“.

Nun brauch ich nur noch einen Ständer, damit sie liegen bleibt auf dem Schreibtisch. Auf jeden Fall der Lacher des Tages.