Schafsgekötteltes

  • zwischen Tür und Angel im Morgengrauen vor Heiligabend die Tasche fürs kleine Lämmchen fertiggestellt – und rechtzeitig verschwinden lassen, bevor das Kindelein hinter mir stand
  • Stricktuch brachte mir eine warme feste Umarmung ein
  • Saxophongurt des Piloten repariert, der Heiligabend den Geist aufgab
  • Friedenslicht aus Bethlehem bis zum zweiten Feiertag  gepflegt
  • demnächst auf dem Programm: Kerzen gießen aus Resten
  • Vorsatz 2019: endlich wieder an der Modellbahn bauen

Anbau

Nach dem Sommer war klar, dass hier vier Laufis wohnen bleiben: die alte Ente, die beiden neuen die wir nach dem Fuchsbesuch geholt hatten, die Ente der wir Asyl gewährt haben. Damit ergab sich die Notwendigkeit einen Plan zum Übernachten im Winter zu machen. Das grosse Domizil ist zwar bequem, aber nicht ausreichend dicht für Winterstürme.

Nach langem Hin und Her entschieden wir uns zu einem Anbau am Hexenhaus, eher selten als elegant schön. Aber praktisch. Ausserdem fand das neue Winterquartier seinen Platz im vorderen Garten, im Lichtkegel des Bewegungsmelders. Hier werden die Enten nun während der dunklen Jahreszeit wohnen.

Fertig!

Er ist aufgebaut. Mit Türen und Fenster, mit Dach und Regenrinne (vielleicht kommt ja doch mal Regen). Mit drei Räumen. Und er duftet herrlich!

Jetzt heisst es ausfegen, Strom verlegen, Treppenstufe bauen, Beet neu anlegen.

Nächstes Jahr muss er dann gestrichen werden. Tendenz derzeit Lasur. In rotbraun ooder so.

Großbaustelle

Aus der von uns vorbereiteten Brache …

… wurde in dieser Woche eine kleine Großbaustelle. Aber die Männer waren schnell, echt gut und obwohl ich mir das sehr schwer vorgestellt hatte, dass und wie die hier übernachten, war es harmonisch und lustig. Wir tranken Erdbeerlikör und plauderten, soweit das machbar war. Schlafplatz fanden sie alle. Übers Wochenende hinterließen sie einen fast fertigen Schuppen, der den Namen eigentlich gar nicht verdient. „Palazzo protzo“ nennt mein Mann ihn liebevoll.

Es wird ernst …

Die erste Materiallieferung für den neuen grossen Schuppen ist da, die zweite unterwegs mit Lieferavis heute Abend. Es duftet nach Holz im Garten. Aufbau startet nach derzeitigem Stand zwei Wochen eher als geplant. Hach, ich freu mich wahnsinnig.

Die Rasenkantensteine und die Wurzeln der alten Hecke haben wir mit Hilfe eines Minibagger entfernt. Ein bis zwei Steine müssen bis zum Schuppenbau neu gesetzt werden. Die wären schon an Ort und Stelle, wenn der Schotter (noch so eine Überraschung) an der Stelle nicht wäre. In den ist kein Spaten reinzukriegen. Da brauch ich den Gatten mit dem Bohrhammer.

Mittelalterhochzeit

Der kleine Schwager hat zur Hochzeitsfeier geladen. Zur mittelalterlichen, mit der Bitte um passende Gewandung, der Frage nach der Notwendigkeit eines Platzes zur Lagerung und dem Wunsch nach Geld, weil der Hausstand ja vorhanden ist.

Wir hatten bereits Ostern einen spontanen Gedanken in die Tat umsetzen lassen und im Kerzenladen eine Hochzeitskerze in schwarz anfertigen lassen.

Geld wollten wir obendrein geben, aber im Umschlag? Wie stillos! Ich hatte an Tontöpfe gedacht, der Gatte sprach sich für einen Lederbeutel aus. Und natürlich für Groschen. So kam es, dass wir gestern in einer Nacht-und-Nebel-Aktion einen Lederbeutel kreierten. Das große Tochterkind hatte noch Reste, die sie freigab. Nachdem Nähen mit der Nadel sich als Kraftakt herausstellte, kam sie auf den Gedanken die Nietenzange zu nutzen. Und war dann fleißig beim Löcher beißen. Zusammengenäht fasst er die geplante Menge an „Groschen“. Und auch wenn er keinen Schönheitswettbewerb gewinnen wird, so ist er doch für eine Hauruckaktion (die Feier ist heute) ganz gut gelungen.

Die Gewandung habe ich nicht genäht, die durften wir bei der ortsnahen Theatergruppe leihen. Ich habe nur Abnäher im Kleid der Mittleren gesetzt, der Heroldsjacke des Piloten neue Manschetten verpasst und das Loch in meinem Kleid geflickt, so gut es ging.

Gartenteich

Während derzeit der zweite Schuppen abgebaut wird, die Bewässerung geborgen und das Stromkabel gesichert werden müssen, freue ich mich auf das große Bauprojekt. Und während ich mich freue, entstehen Ideen für die Außengestaltung, für neue bzw. umgebaute Beete und deren Bepflanzung. Ein Teil der neuen Pflanzen wanderte vom Berliner Staudenmarkt am Samstag zu uns und harrt nun der Dinge.

Auch das Geburtstagsgeschenk von Freunden harrt aus.

Geschenkt war es mit dem Oh-Ton „für die Enten“ und derweil schleicht sich ein Eigengebrauch in meinen Kopf. Mit Rohrkolben und Seerose und ohne Enten …