Entenstall

Der Entenfreundin blutet das Herz beim Gedanken daran, dass unsere Erpelchen absehbar in der Tiefkühltruhe und dann in der Pfanne landen werden. Seit Wochen kämpft sie mit sich, dem knappen Familienbudget, dem Für und Wieder der Entenhaltung. Sie liebt Enten, ohne Frage. Nur: Enten aus Porzellan, aus Stoff, aus Holz – die fressen nichts, sind pflegeleicht, brauchen keinen Urlaubssitter.

Die Entscheidung ist gefallen: die einzige Tochter von Lisbeth und Lothar wird nebst dem Erpel mit dem schönen weißen Latz nicht in der Pfanne landen sondern im Garten der Freundin. Lina und Alfred ziehen um, sobald der Entenzaun steht. Ich nahm derweil die Herausforderung an, den Stall zu bauen. Letztlich muss sich aber mein Mann das Bienchen anstecken, denn den Großteil der Arbeiten hat aus mir unklaren Gründen er übernommen.

Es entstand ein low-Budget-Stall, der sich in den Garten der Freunde gut einfügen wird, den Enten den notwendigen Schutz bietet und ein wunderbares Upcycling-Projekt ist.

Die Paletten stammen aus eigenem Vorrat. Die Bretter, mit denen aus den Paletten Wände entstanden, sind alte Palettenbretter. Die OSB-Platten sind Reste, die aus anderen Bauprojekten übrig geblieben waren. Für das Fenster fand sich eine alte Plexiglasplatte. Das Dach bekommt nun noch eine wasserundurchlässige Abdeckung aus Plane – eine alte Messeplane – , die wir umschlagen und antackern. Zuletzt müssen die OSB-Platten noch einen Nässeschutz bekommen. Da schwanke ich noch bei der Farbgebung.

Winterprojekt, oder so

Ein Umzug in eine Dachgeschosswohnung bedingt ein Trennen von alten und dann unpassenden Möbeln. Da die herzensgute Bekannte mir unbedingt das Hüten ihres Kindes begleichen wollte, bat ich um Vorkaufrecht bei den Sachen, die sie nicht mit umzieht. Den Kleinkram nahm ich direkt mit. Und getreu meiner inzwischen bitteren aber notwendigen Prämisse, nur Dinge mitzunehmen, für die mir direkt eine Verwendung einfällt, blieben einige nette Dinge bei ihr. Bei uns zog aber u.a. mein neues Projekt zum Aufarbeiten ein. Ein ehemaliger Sperrmüllfund, Marke Eigenbau. Ich will die Farbe entfernen, reparieren und neu streichen. Ein ideales Projekt für schlechtes Wetter.

Der Garten ruft

Meine Upcycling-Hochbeete stehen. Das erste Schnittgut ist eingefüllt. Die Beete sollen eine Seite meines zukünftigen Gemüsegarten begrenzen. Die anderen zwei offenen Seiten wird ein zu den Hochbeeten passender Zaun gegen Hunde und ggf Enten schützen.

Die ersten Pfosten für den Zaun sind geschnitten. Die Zaunfelder brachten die Hochbeetkisten mit – es sind die Deckel.

Und wir haben uns nun endlich auch an die kniffelige Arbeit unseres Tores zum hinteren Garten gemacht. Die Pfosten stehen schon eine Weile, aber das Schneiden der Gabionengitter verzögerte sich und dann fehlte Zeit. Nun können wir aber demnächst das alte altersschwache Tor gegen ein neues austauschen.

Spielhaus

Ein grosser Schub Elan beim Kind, ein Stapel Palettenbretter, Hilfe vom elterlichen Patensohn. Und eine Mama, die das Regal, das frueher einmal der Fuss eines Meerschweinchenstalles war, noch mal aufmöbelte. Und schon kann das seit einem Jahr wartende Spielhaus fertiggebaut und bezogen werden. Nur das Klappfenster fehlt noch.

Sommerresidenz

Eine Sommerresidenz aus Paletten. Das Dreieck sind zwei Paletten mit Winkeln verschraubt. Die Rückwand besteht ebenso wie das Dach aus Brettern von alten Paletten. Der Boden wird, nach letztem Entschluss, auch eine Palette. Die steht schon in der Werkstatt und wartet darauf, dass ich ein defektes Brett austausche. Dann kommt Plane drauf und fertig. Die Tür muss ich noch bauen. Die wird ein Leistenrahmen mit Maschendraht oder alte Bretter und Plexiglas. Das ist noch unklar.

Lothar geht nach anfänglichem Zögern inzwischen wieder ganz selbstverständlich ins Hexenhaus und bewacht seine Ente tagsüber liebevoll.

Such die Ente. Sie sitzt seit zwei Tagen. Nach heutiger Zählung auf 8 Eiern. 10 haben wir gestern stibitzt. Das Zulassen des Brütens zieht neben der üblichen Verantwortung eines Tierhalters noch ein paar Bauaufgaben mit sich. Denn das Hexenhaus hat Platz für zwei, nicht für eine kleine Schar. Also entsteht eine Sommerresidenz, in die Lisbeth mit den Kleinen umzieht, sobald sie geschlüpft sind. Vermutlich wird Lothar die Residenz nach Fertigstellung erst einmal für sich nutzen, er geht inzwischen eher ungern ins Hexenhaus.

Hochbeet mal anders

Lange habe ich mit Hochbeeten geliebäugelt, die Ausgabe für Material aber immer gescheut, weil es wichtigere Dinge gab. Jetzt erfüllt sich der Wunsch aber langsam doch. Ohne finanzielle Mittel einzusetzen.

Im Holzcontainer meines Arbeitgebers entdeckte ich vor einiger Zeit durch Zufall eine große Holzkiste. Dicke unbehandelte Bretter. Rechteckig. Stabil. Ich bekam die Erlaubnis, sie mitzunehmen. Inzwischen habe ich drei davon, zwei sind schon mal testweise aufgestellt. Die einzige Tücke ist, dass die Kisten kein Standardmaß haben sondern alle unterschiedlich sind. Das erschwert das Stapeln. Da sie aber einen Deckel mitbringen, ist immer Material für mindestens einen Aufsatz dabei.

Und so werden die Hochbeete langsam wachsen, aber der Anfang ist gemacht.