Stickbild gegen Krankheitsfrust

Es kam drei Tage vor Weihnachten. Mit Husten, Heiserkeit und Schüttelfrost. Der Schüttelfrost war zu Weihnachten durch, der Rest blieb. Abhusten ging gut, ich machte mir wenig Sorgen. Mein Hausarzt hatte Urlaub, wie ich auch. Aber es blieb … Nun hat mich der Doc mit schwerer Bronchitis und damit einhergehenden Problemen mit meinem Asthma zwei Wochen strikt aus dem Verkehr gezogen.

Die Enten freut es, kann ich sie doch tagsüber rauslassen, sobald es hell ist. Mich ärgert es, ich hasse krank sein und das Liegenlassen von Arbeit im Büro.

Das Stickbild, an dem ich seit einem Jahr immer wieder arbeite, freut sich auch. Immer mal ein bißchen, immer mal wieder tagsüber ein Stückchen, so wie die Konzentration grad mitmacht. Irgendwie muss Frau ja die Zeit auf der Couch halbwegs sinnvoll nutzen.

Gesticktes

Die Mittlere hat ein Lesezeichen gestickt als Weihnachtsgeschenk.

Ich habe auch gestickt. Aber vergessen ein Foto zu machen vom Lesezeichen für den Klavierlehrer. Entstanden spontan und mit ein wenig Zeitdruck. Eine geschwungene Klaviatur und seine Initialien. Zusammen mit ein bisschen Schoki und einem Fröbelstern aus Notenpapier ein nettes kleines Präsent – findet die Mittlere.

Das kommt mir chinesisch vor …

Drei chinesische Gastkinder in zwei Jahren hinterlassen Spuren. Und viele kleine Gastgebergeschenke, von denen nur ein Bruchteil zum Verzehr geeignet ist. Der Rest ist Deko. Tüddelkram. Staubfänger. – Je nachdem, wie man das betrachtet halt. Aber irgendwie auch nett, zum Wegwerfen zu schade. Was tun? Eine ganze Weile lagen sie nun in der Schublade, während die Idee in meinem Kopf reifte. Jetzt haben sie ihren Platz gefunden, die bunten Aufhängerchen.

Der Ast stammt von unserer Krüppelweide, die wir vor etlichen Wochen radikal eingekürzt haben. Es ist einer von dreien, die ich für „spätere Zwecke“ geschält und getrocknet habe. Jetzt hängt er am Fenster und schenkt einen Hauch China.

Ein tapferes Schneiderlein …

… werde ich kaum werden. Im Urlaub gab es Fliegen zuhauf, aber wenig Zeit zum Nähen. Wandern war wichtiger. Daheim gibt es – wenn ich sie freischaufel – Zeit zum Nähen. Aber zu wenige Fliegen. Tapfer bin ich dennoch. Denn ich bleibe am Ball, was die Nähmaschine betrifft und meine Projekte.

Die Kissenbezüge haben inzwischen ein Innenleben. Einmal mit Füllung aus gut getrockneten Kastanien. Das fühlt sich toll an, macht einen schönen Raschelton und kann zudem auch als Wärmekissen genutzt werden. Das andere hat eine Füllung mit Buchweizen. Ingesamt ist ein Kilo Buchweizen ins Kissen gewandert. Die Hälfte war mir zu wenig, vermutlich hätten 750 g aber auch ausgereicht auf das 20 x 20 große Kissen.

Das Puppenkind wächst langsamer als gedacht, aber es hat ja auch noch Zeit.

Und die Jüngste stellt mich vor eine große Herausforderung mit dem Wunsch, eine Tasche für die Gürtelschlaufen von Jeanshosen zu besitzen. Eine wie die Schwester. Und nachdem ich im Nähmädelskurs auch noch Ballerinastoff bekam, quäle ich mich mit Jersey, Reißverschlüssen und der Frage, wie man vorgeht. Aber es geht voran. Ich beginne den Sinn und Zweck von Bügelvlies zu verstehen.

Ein neues Puppenkind…

… ist dabei, geboren zu werden.

Da der Kopf etwas grösser geraten ist als bei meinen bisherigen Puppen, wird das Kindelein 40 cm gross werden. Und wenn es an der Zeit ist, dann werde ich auch wissen, ob es ein Mädchen oder ein Junge ist.

Einziehen wird das Puppenkind beim angehenden Patenkind. Ob schon zu Weihnachten oder erst zum ersten Geburtstag, das weiß ich noch nicht genau.

Monsterecken und Elefant

Von den Nähmädels habe ich Monsterecken / Eckenmonster als Hausaufgabe mitgenommen. Mein Anteil am Projekt „wir nähen für den Zuckerbaum e.V.“.

Mitgenommen habe ich auch das Schnittmuster für einen kleinen Elefanten. Mein Erstlingswerk ist nicht sonderlich super geraten, aber die angehende Patentochter kaut fleissig darauf herum. 🙂

Bezüge

Während an Halloween-Beuteln, Halssocken und Hose gewerkelt wird, widme ich mich einfachen Fingerübungen. Wobei „einfach“ relativ zu betrachten ist, wenn man meinen Hang zum Schrägen betrachtet. Da kann eine gerade Naht schon zur Herausforderung werden.

Bei der gestrigen Nähmädel-Runde entstanden unter meinen Händen zwei Bezüge für (noch zu nähende) Wärmekissen. Da der Stoff noch ungewaschen ist, muss er erst durch die Maschine, bevor ich die Grösse und Füllung des Innenlebens bestimme.

Absehbar werden wir in der Gruppe so etwas wie Akkordnähen veranstalten. Ich freu mich darauf. Dann entstehen unter unseren Händen viele Kleinigkeiten für einen guten Zweck.

Rollmäppchen

Man nehme ein Pubertier, ein Paar Orgelschuhe und die Anforderung, dass ein Bleistift nebst Radiergummi und Anspitzer möglichst platzsparend transportiert werden können. Entstanden ist ein Rollmäppchen, welches zusammengelegt gar wunderbar in die Orgelschuhe des Kindes passen.

In Ermangelung von Bügelvlies liegt zwischen den zwei Stoffschichten eine dritte aus schlichtem weissen altem Übergardinenstoff.

Genäht habe ich das kleine Spezialprojekt nicht daheim sondern in der Nähmädels-Gruppe, die sich seit einiger Zeit einmal die Woche im Gemeinderaum trifft. Lustige Runde. Man kann als Anfänger ebenso Fragen stellen wie als Fortgeschrittener. Einer unterstützt den anderen, gibt Rat oder Ideen. Es wird diskutiert, ausgetauscht und getratscht. Mal sehen, ob ich den Termin etablieren kann im Familienleben. Schön wäre es.