Über Schaefchen

Das kreative Schäfchen stickt und bastelt gern, liebt es Marmelade einzukochen und mit der Kamera auch nicht alltägliche Bilder einzufangen. Das familiäre Schäfchen kümmert sich neben dem Beruf um drei Lämmchen, einen zu klein geratenen Hütehund, ein Baumkänguruh (gemeinhin Kaninchen genannt), den Partner des Baumkänguruhs und ein kleines Rudel Meerschweine. Das Alltags-Schäfchen steckt gern seine Nase in Bücher, empfindet Kochen und Backen als entspannend und liebt lange Spaziergänge. Das Sammel-Schäfchen sammelt - na was wohl? Na klar: Schäfchen! In Form von Plüschschafen, Büchern mit Schafen und anderen Dingen, die eindeutig schaf sind. Und heimlich träumt es von der eigenen kleinen Schafherde.

Das Büro hat mich wieder. Der Husten wird mir noch eine Weile bleiben, wie das halt so ist mit Asthma. Ich versuche allerdings, mir weiterhin meinen Freiraum zu erhalten, den ich mühevoll erarbeitet habe.

Bei den Nähmädels habe ich den Schlafsack zusammengenäht inkl. Reißverschluss. Es sind noch Nähte zu schließen, noch Paspel zu machen, aber es sieht schon aus wie ein Schlafsack.

Ich sticke weiter, aktuell an Lesezeichen. Und aus der Bibliothek gab es wieder einen Stapel Bücher. Mit dabei ein dickes Notenbuch mit Popsongs. Bereits durchgeblättert und mit Markierzetteln versehen an den Liedern, die wir hier gemeinsam spielen wollen. Da freue ich mich schon drauf.

Zeitvertreib der letzten sieben Tage

gelesen:

  • Ulf Schiewe: Der Bastard von Tolosa (928 Seiten)

gehäkelt:

  • Haarschopf fürs Puppenkind

gekauft:

  • neue Stickereien – in dem Fall Lesezeichen
  • Reißverschlüsse für Schlafsack und neue Taschenprojekte
  • Uhrwerk für ein lange schwelendes Projekt

geschnitten:

  • Teile für den Puppenschlafsack inkl. Vlies

gehört:

  • alte Schallplatten querbeet von Klassik bis Puhdys
  • Silly
  • Wise Guys

gelernt:

  • Wie pflege ich ein Blechblasinstrument?
  • Waldhorn zu spielen erscheint machbar

genossen:

  • Paarzeit mit Essen beim Griechen, Workshop (siehe „gelernt“) und Bummel durch die Blechblasabteilung des Instrumentengeschäftes

Stickbild gegen Krankheitsfrust

Es kam drei Tage vor Weihnachten. Mit Husten, Heiserkeit und Schüttelfrost. Der Schüttelfrost war zu Weihnachten durch, der Rest blieb. Abhusten ging gut, ich machte mir wenig Sorgen. Mein Hausarzt hatte Urlaub, wie ich auch. Aber es blieb … Nun hat mich der Doc mit schwerer Bronchitis und damit einhergehenden Problemen mit meinem Asthma zwei Wochen strikt aus dem Verkehr gezogen.

Die Enten freut es, kann ich sie doch tagsüber rauslassen, sobald es hell ist. Mich ärgert es, ich hasse krank sein und das Liegenlassen von Arbeit im Büro.

Das Stickbild, an dem ich seit einem Jahr immer wieder arbeite, freut sich auch. Immer mal ein bißchen, immer mal wieder tagsüber ein Stückchen, so wie die Konzentration grad mitmacht. Irgendwie muss Frau ja die Zeit auf der Couch halbwegs sinnvoll nutzen.

Gesticktes

Die Mittlere hat ein Lesezeichen gestickt als Weihnachtsgeschenk.

Ich habe auch gestickt. Aber vergessen ein Foto zu machen vom Lesezeichen für den Klavierlehrer. Entstanden spontan und mit ein wenig Zeitdruck. Eine geschwungene Klaviatur und seine Initialien. Zusammen mit ein bisschen Schoki und einem Fröbelstern aus Notenpapier ein nettes kleines Präsent – findet die Mittlere.

Adventszeit

Jedes Jahr nehme ich mir vor, dass wir die Adventszeit so frei wie möglich von Terminen halten. Jedes Jahr hoffe ich auf Besinnlichkeit, Kaminfeuer, Kerzenlicht und Weihnachtsgeschichten auf der Couch. Und jedes Jahr schüttet mir jemand Termine in den Kalender, die ich nur schwer bis gar nicht ablehnen kann oder mag. Dieses Jahr sind es zumindest Termine für uns, für Spass und Familien-/Freundeszeit. Und so bestehen unsere kommenden Wochenenden aus Weihnachtsmarkt, Taufe, Weihnachtsbaumfeier bei einem Lieferanten (mit Nordmanntanne als Geschenk für daheim), Kindergeburtstag, Baum schmücken daheim und in der Kirche, Musik machen im Gottesdienst und Gemeindeweihnachtsfeier.

Und der noch immer nicht verschwundenen Erkältung zum Trotz habe ich den Laptop mit Weihnachtsmusik in die Küche gestellt und die Plätzchenbackstube eröffnet. Mit Fischen für die Taufe morgen und Butterkeksen für uns.

Schäfchenwolle fürs Schäfchen

Längst sollte das Puppenkind fertig geboren sein, doch ereilte mich die Erkenntnis, dass mein Material ganz sicher nicht reichen wird. Das Puppentrikot ist recht neu, das hatte ich für die Puppe der Jüngsten erworben. Aber der Rest ist aus Zeiten, wo ich das Nähen von Puppen erlernt habe. Damals nähte ich die beiden Puppen für meine jetzt großen Mädchen. Viele sind in der Zwischenzeit nicht dazu gekommen, daher war noch immer Füllmaterial und Kleinkram da. Doch der noch vorhandene Kammzug füllt weder Beine noch Arme noch Körper des neuen Puppenkindes mehr aus.

Gestern brachte der Paketdienst Nachschub aus der Wollfabrik. Hauptsächlich wunderbare Schäfchenwolle als Kammzug. Vom Merinoschaf. Ein ganzes Kilo, denn mindestens ein weiteres Püppchen ist in Planung.

Für mich als kleinen Seelenstreichler obendrauf gab es noch Knöpfe. Schäfchenknöpfe.

Das kommt mir chinesisch vor …

Drei chinesische Gastkinder in zwei Jahren hinterlassen Spuren. Und viele kleine Gastgebergeschenke, von denen nur ein Bruchteil zum Verzehr geeignet ist. Der Rest ist Deko. Tüddelkram. Staubfänger. – Je nachdem, wie man das betrachtet halt. Aber irgendwie auch nett, zum Wegwerfen zu schade. Was tun? Eine ganze Weile lagen sie nun in der Schublade, während die Idee in meinem Kopf reifte. Jetzt haben sie ihren Platz gefunden, die bunten Aufhängerchen.

Der Ast stammt von unserer Krüppelweide, die wir vor etlichen Wochen radikal eingekürzt haben. Es ist einer von dreien, die ich für „spätere Zwecke“ geschält und getrocknet habe. Jetzt hängt er am Fenster und schenkt einen Hauch China.