Monsterecken und Elefant

Von den Nähmädels habe ich Monsterecken / Eckenmonster als Hausaufgabe mitgenommen. Mein Anteil am Projekt „wir nähen für den Zuckerbaum e.V.“.

Mitgenommen habe ich auch das Schnittmuster für einen kleinen Elefanten. Mein Erstlingswerk ist nicht sonderlich super geraten, aber die angehende Patentochter kaut fleissig darauf herum. 🙂

Bezüge

Während an Halloween-Beuteln, Halssocken und Hose gewerkelt wird, widme ich mich einfachen Fingerübungen. Wobei „einfach“ relativ zu betrachten ist, wenn man meinen Hang zum Schrägen betrachtet. Da kann eine gerade Naht schon zur Herausforderung werden.

Bei der gestrigen Nähmädel-Runde entstanden unter meinen Händen zwei Bezüge für (noch zu nähende) Wärmekissen. Da der Stoff noch ungewaschen ist, muss er erst durch die Maschine, bevor ich die Grösse und Füllung des Innenlebens bestimme.

Absehbar werden wir in der Gruppe so etwas wie Akkordnähen veranstalten. Ich freu mich darauf. Dann entstehen unter unseren Händen viele Kleinigkeiten für einen guten Zweck.

Kirchenklänge

Man muss es zugeben, es klingt. Und es klingt gut. Die Tatsache, daran beteiligt gewesen zu sein, macht schon ein bisschen stolz. Andererseits bin ich froh, vom Zoom verschont geblieben zu sein, anonym in der Menge zu bleiben. Ich habe mit einem Lächeln mir bekannte Gesichter im Film in den verschiedenen Chören gesehen, auch den Kollegen aus der Werkstatt. Heute war Uraufführung, ab sofort kann man sie bestellen – die DVD rund um den Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg und rund um Luthers Friedenslied, passend zu 500 Jahre Reformation.

Es ist nicht „mein“ Chor, mit dem ich dort singe. Aber ich durfte Teil davon sein. Der Großteil der Sänger/innen kommt von den Gospel Glades aus Fichtenwalde. Man kann dort wunderbar singen, man ist dort auch als Gast immer mittendrin und nie am Rande. Aber mir ist das für feste Mitgliedschaft einfach zu weit weg.

Rollmäppchen

Man nehme ein Pubertier, ein Paar Orgelschuhe und die Anforderung, dass ein Bleistift nebst Radiergummi und Anspitzer möglichst platzsparend transportiert werden können. Entstanden ist ein Rollmäppchen, welches zusammengelegt gar wunderbar in die Orgelschuhe des Kindes passen.

In Ermangelung von Bügelvlies liegt zwischen den zwei Stoffschichten eine dritte aus schlichtem weissen altem Übergardinenstoff.

Genäht habe ich das kleine Spezialprojekt nicht daheim sondern in der Nähmädels-Gruppe, die sich seit einiger Zeit einmal die Woche im Gemeinderaum trifft. Lustige Runde. Man kann als Anfänger ebenso Fragen stellen wie als Fortgeschrittener. Einer unterstützt den anderen, gibt Rat oder Ideen. Es wird diskutiert, ausgetauscht und getratscht. Mal sehen, ob ich den Termin etablieren kann im Familienleben. Schön wäre es.

Still ist es geworden im Garten. Das wilde Durcheinandergeschnatter und Rumgebalze des Laufentennachwuchses fehlt. Es ist fast ein bisschen gespenstisch. Aber letztlich war es so gewollt. Auch wenn es nicht bei allen auf Gegenliebe stößt. Betrachtet man es unemotional und realistisch, so ist dies der Lauf der Dinge. Nachdem ich den Ball ins Rollen gebracht hatte, fühlte ich mich eigenartig. Nicht wirklich ein schlechtes Gewissen, eher Sorge ob die Idee tatsächlich machbar ist für mich und meine Seele. Würde ich es ertragen?

Und ja, ich habe ertragen. Nicht nur das. Ich habe den Stock selbst benutzt, das Messer selbst geführt. Beim ersten folgte ich dem Hinweis an die anwesenden Kinder und drehte mich mit um. Das sorgte für Gelächter. Beim zweiten sah ich zu. Beim dritten war es mein Job – ebenso bei vier und fünf. Den dritten hat der Lehrmeister noch korrigiert, danach saßen die Handgriffe. Es ging leichter von der Hand, als ich gedacht hätte. Ich bin mir an der Stelle gerade selbst unheimlich, passt das doch so gar nicht zu meiner sonst sensiblen Seele. Das Rupfen war langwierig, aber lustig. Das habe ich als Kind schon bei den Hühnern gemacht, allerdings hatte ich nicht in der Erinnerung, dass das so lange dauert. Herausfordernd waren dann die letzten Handgriffe, aber auch da war ich verwundert, wie leicht es mir von der Hand ging.

Der Garten hat nun fünf Erpel weniger. Die Tiefkühltruhe ist um vier reicher. Einen mag der Gatte morgen gleich probieren. Schmeckt er, wird es womöglich im kommenden Jahr wieder Küken geben. Schmeckt er nicht, bin ich um einige Erfahrungen reicher. Und die Hunde haben lecker Essen …

gerahmt

Bilder für die Küche, die zu unserem Humor passen. Aus der Serie Small Worlds von Oliver Hilterhaus, dessen Atelier wir in einem unserer Urlaube besucht haben.

Bilder für den Hausflur. Kalenderblätter, die ich aus dem alten Kalender der Freundin entführen durfte.

Bilderrahmen aus Naturholz mit weißer Farbe und viel Wasser optisch angepasst an die anderen, die bereits an der Wand hängen und meine Patenkinder zeigen. Das jüngste hat nun auch seinen Platz gefunden, getauft wird in der Adventszeit.

Entenstall

Der Entenfreundin blutet das Herz beim Gedanken daran, dass unsere Erpelchen absehbar in der Tiefkühltruhe und dann in der Pfanne landen werden. Seit Wochen kämpft sie mit sich, dem knappen Familienbudget, dem Für und Wieder der Entenhaltung. Sie liebt Enten, ohne Frage. Nur: Enten aus Porzellan, aus Stoff, aus Holz – die fressen nichts, sind pflegeleicht, brauchen keinen Urlaubssitter.

Die Entscheidung ist gefallen: die einzige Tochter von Lisbeth und Lothar wird nebst dem Erpel mit dem schönen weißen Latz nicht in der Pfanne landen sondern im Garten der Freundin. Lina und Alfred ziehen um, sobald der Entenzaun steht. Ich nahm derweil die Herausforderung an, den Stall zu bauen. Letztlich muss sich aber mein Mann das Bienchen anstecken, denn den Großteil der Arbeiten hat aus mir unklaren Gründen er übernommen.

Es entstand ein low-Budget-Stall, der sich in den Garten der Freunde gut einfügen wird, den Enten den notwendigen Schutz bietet und ein wunderbares Upcycling-Projekt ist.

Die Paletten stammen aus eigenem Vorrat. Die Bretter, mit denen aus den Paletten Wände entstanden, sind alte Palettenbretter. Die OSB-Platten sind Reste, die aus anderen Bauprojekten übrig geblieben waren. Für das Fenster fand sich eine alte Plexiglasplatte. Das Dach bekommt nun noch eine wasserundurchlässige Abdeckung aus Plane – eine alte Messeplane – , die wir umschlagen und antackern. Zuletzt müssen die OSB-Platten noch einen Nässeschutz bekommen. Da schwanke ich noch bei der Farbgebung.

Winterprojekt, oder so

Ein Umzug in eine Dachgeschosswohnung bedingt ein Trennen von alten und dann unpassenden Möbeln. Da die herzensgute Bekannte mir unbedingt das Hüten ihres Kindes begleichen wollte, bat ich um Vorkaufrecht bei den Sachen, die sie nicht mit umzieht. Den Kleinkram nahm ich direkt mit. Und getreu meiner inzwischen bitteren aber notwendigen Prämisse, nur Dinge mitzunehmen, für die mir direkt eine Verwendung einfällt, blieben einige nette Dinge bei ihr. Bei uns zog aber u.a. mein neues Projekt zum Aufarbeiten ein. Ein ehemaliger Sperrmüllfund, Marke Eigenbau. Ich will die Farbe entfernen, reparieren und neu streichen. Ein ideales Projekt für schlechtes Wetter.