Genäht und gehäkelt

Hier ist derweil nur das jüngste Lämmchen am Basteln und Nähen und Häkeln. Ich komme zwischen Alltag und Bewerbungen zu nix Vernünftigem. Doch halt: ich habe angefangen, den Terassengarten zu säubern. Immerhin …

Das Kindelein derweil durfte unter Aufsicht einer Näherin ein Täschlein nähen. Stoff suchte sie sich selbst aus, Tragebänder auch. Sie hat gerissen und genäht und sogar das Umkrempelloch angefangen mit der Hand zusammenzunähen.

Ausserdem hat sie sich dem Häkeln zugewandt. Die liebe Handarbeitslehrerin hat ihr das erklärt und dank des Sets vom letztjährigen Nikolaus häkelt sie nun – noch recht fest, aber recht sauber, soweit ich das beurteilen kann.

Und damit darf sie heute zum Creadienstag.

Creadienstag

Ferienzeit ist Familienzeit und wie schon in den vergangenen Urlaubszeiten nutzen wir diese Zeiten auch zum kreativ sein.

Die Jüngste hat vom Weihnachtsmann Pfeile und Bogen bekommen. Klar – da muss ein Köcher her. Seit dem ersten Feiertag tut eine behelfsmäßig eingerichtete alte Whiskeydose ihren Dienst. Jetzt hat sie einen Überzug und einen vernünftigen Tragegurt. Und das Kind ist doppelt glücklich, denn der Bezug sind Reste der liebsten Lieblingshose, deren Knie irgendwann einfach nicht mehr reparabel waren. Der Gurt ist ein eher niegelnagelneuer Gürtel, der kam mit einer der letzten Hosenbestellung gratis dazu und ist so gar nicht das, was ich so trage. 🙂

Und während Mama die Nähmaschine wieder rausholt, widmet sich das jüngste Kind einem in der Stoffkiste beim Aufräumen gefundenem Bastelset. ich darf vorstellen: Froschi, unser neues Familienmitglied.

Von der Jüngsten ganz allein gestopft und mit verdeckter Naht zugenäht. Das Kleidchen lag dem Set schon bei.  Ein rosa Schlafsack aus der „Kind fängt Dinge an“-Kiste ist im Zuge dessen auch beendet worden und gehört nun dem grünen Plüschtierchen.

Mich zwang das Wetter dazu, ein lange geplantes Projekt mit Dringlichkeitsstufe rot zu versehen. Und da das Nähglück mir hold war und das Fell überraschend gut über die Maschine lief, ist es nun auch schon fertig:

Ein besonders großer Kuschelsack für die Mietzekatzen, die ja immer zu zweit im Körbchen liegen und ineinander verknotet schlafen. Innen Fell, außen robuster Stoff aus der Sammelkiste. Der offene Rand ist umgeschlagen festgesteppt und verbirgt einen Drahtring, der den Sack ein wenig offen hält.

Nun können sie sich auf der Terrasse in ihrem Körbchen gut einkuscheln und liegen geschützter bei derzeit -7 Grad als auf der Decke oder dem Kissen.

Und damit freue ich mich auf den Creadienstag.

Puppen(MIT)macherei – die letzte

Es ist die letzte Puppen(MIT)macherei – für 2015. Es hat Spaß gemacht. Durch die Termine hatte ich immer etwas Druck, was beabsichtigt war. Denn ohne den würde ich ja doch eher Haushalt machen und weniger mal was für mich und meine Seele.

Danke fürs Mitmachen können. Danke fürs Organisieren!

Ich bin dieses Mal spät dran. Also um genau zu sein: eine Woche verspätet.

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Wenn die Katze mit der Maus …

Und es begab sich zu einer Zeit, da der Kalender den Monat November zeigte, dass sich das Schäfchen mit einer kleinen Näharbeit auf seine Terrasse setzte. Die Sonne lachte vom Himmel, weder Jacke noch Mütze waren vonnöten. Ein T-Shirt war völlig ausreichend. Es wäre ein Frevel gewesen, das Wetter nicht zu nutzen. Dass es November ist – geschenkt. Lieber nicht darüber nachdenken.

Die Näharbeit hatte sich beim Aufräumen angefunden. Eines der angefangenen und dann aus Prioritätsgründen weggeschobenen Projekte. Kombiniert mit einem aktuellen Projekt wanderte es in die „Näharbeiten to go“-Box und damit in den Rucksack für den Arbeitsweg. Und von dort hüpfte die Box nun eben an jenem wunderbar sonnigen Tag auf die Gartenliege.

Schnell hatte sich ein Helferlein gefunden, das sich sehr für den Inhalt der kleinen Nähkiste interessierte. Kann man das essen? Bespielen? Mal schauen. Super lecker riecht es nicht. Sieht aber lustig aus. Ist das für mich?

Schau, steht mir doch gut. Oder? Wie jetzt, das ist eine Geigenkoffermaus? Die darf ich nicht behalten? Menno, ich will auch so eine Maus. Die olle Zipfelmütze kannste behalten, die find ich doof!

Ein Dirndl für das Lämmchen

Es war Ferienzeit. Es war Urlaubszeit. Der erste Familienurlaub in diesem Jahr. Er war dringend nötig. Er war überfällig. Und er war schön! Wir haben Freunde besucht, waren wandern und Minigolf spielen, im Kino und im Kletterwald. Und während ich meinen ersten Urlaubstag u.a. damit zubrachte, Hunde im Regen auszuführen und anschließend in einer „fremden“ Küche zu kochen, begab sich die Frau des gastlichen Hauses mit dem großen Lämmchen in die Nähstube. Denn das Kind hatte sich einen Nähworkshop gewünscht. Die Entscheidung war auf ein Dirndl gefallen, der Stoff kostete mich im Laden vor Ort gefühlt ein Vermögen (dreimal so teuer wie im Onlinegeschäft meines Vertrauens), aber es war eher so was Kurzentschlossenes, wo online bestellen zeitlich nicht hinhaute.

Entstanden sind das Oberteil mit Paspel und der Rock, die restlichen Arbeiten obliegen nun mir und dem Kinde. Das hat schon brav gestiftelt.

Jetzt braucht der Rocksaum noch ein rotes Band zum Säumen und besseren Fallen, die Rockfalten müssen gelegt und genäht werden und dann kommen Oberteil und Rock zusammen.

Ich hab viel gelernt in den Stunden, das Lämmchen hoffentlich auch. Das erste gemeinsame Projekt daheim soll – nach Fertigstellung des Kleides – ein Hoodie sein.

Und mit der Planung, heute abend mal Falten zu legen, hüpfe ich zum Creadienstag und schaue, was die anderen dort so Schönes machen. Ansonsten steht hier die Adventsbastelei ins Haus – denn zum diesjährigen Adventsbasar im Ort wollen wir einen Tisch machen: die Große, die Tochter einer Freundin und ich. Und der ist schon ganz arg bald … nicht mehr lange bis zum 1. Advent.

PuppenMITmacherei, die vierte

Es ist Oktober. Der vierte Puppen(MIT)macherei-Termin ist da. Heute geht es um Gestaltung von Gesicht, Haaren, Ohren, Bauchnabel und Po und so.

Bisher hatte meine Puppen ein Gesicht und Haare und gut war es. Mehr wollte, mehr brauchte ich nicht. Da die Jüngste das Püppchen inzwischen adoptiert hat, bleibt es also in der Familie. Und damit wird es ebenso wie die anderen ohne Bauchnabel und ohne Ohren und ohne hervorgehobenen Po auskommen. Einzig der Bauchnabel würde mich reizen, aber ich wage mich da nicht ran. Manchmal ist es besser, der Schuster bleibt bei seinen Leisten.

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PuppenMITmacherei, drittes Treffen

Es ist soweit, der Termin für das dritte Treffen der fleißigen Puppenmacherinnen ist da. Thema für heute sind Kopf und Körper.

Mein Kopf ist ja manches Mal ein Sieb. Weswegen ich davon ausging, dass ich meine alten Nähanleitungen für Puppen nicht mehr besitze. Also fertigte ich den Kopf aus einer Mischung aus der Arbeitsanleitung bei Bernina und Bruchstücken aus meinem Gedächtnis. Und es begab sich, dass ich eine Perle für die Nase suchte, wofür ich alle Fächer meines Sekretärs öffnen musste. Und plötzlich hielt ich den Hefter in der Hand, in dem ich die Ausdrucke des einst mitgemachten Online-Puppennähworkshops aufbewahrt hatte. In einem Fach, wo ich ihn nie gesucht hätte …

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Nähstübchen

Geplant war heute eigentlich ein Ausflug mit der Kinderschar. Der fiel aber im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Was tun? Wie hält man fünf Weiber bei Regenwetter bei Laune?

Die Mittlere hatte mich gestern um Hilfe bei ihrem Projekt gebeten, was dazu führte, dass sie heute eine Näharbeit abzuschließen hatte. Die Jüngste wollte auch was nähen, wofür ich Material bereitgelegt hatte. Und ehe ich es mich versah, waren die Mädels allesamt Feuer und Flamme, forderten Stoff und Garn.

Und so wurde entworfen, geschnitten, genäht und gestickt. Es wurde gekichert, geflucht und sich gefreut, wenn etwas klappte. Derweil bot sich an, dass ich mich dem Püppchen widme. Mehr dazu beim nächsten Treffen Anfang September.

Diverse Stoffmengen, einiges an Stickgarn, Zwirn und Füllwatte gingen heute in Projekten auf. Es entstanden Schmusetücher, Kissen, Halstücher und noch einiges anderes, was ich nur im Augenwinkel zu Gesicht bekam.

Und das große Lämmchen machte seine ersten Schritte Stiche an der Nähmaschine.

Nähsachen

Irgendwo in meinem Kopf, teilweise auch auf lose rumfliegenden Zetteln, gibt es eine Liste: „Dinge, die ich tun will, sobald Zeit dafür ist“. Da aber immer wieder jemand an meiner Uhr dreht und mir damit schlichtweg die Freizeit klaut, dümpelt diese Liste vor sich hin.

Jetzt hat es eines der Dinge geschafft, von der Liste in die Realität zu springen. Ein Punkt zum Abhaken.

Und ich freue mich. Denn jetzt hat der Kaminholzkorb einen Bezug und somit wird im kommenden Herbst das Kaminholz nicht mehr das Wohnzimmer vollkrümeln.