Über Schaefchen

Das kreative Schäfchen stickt und bastelt gern, liebt es Marmelade einzukochen und mit der Kamera auch nicht alltägliche Bilder einzufangen. Das familiäre Schäfchen kümmert sich neben dem Beruf um drei Lämmchen, einen zu klein geratenen Hütehund, ein Baumkänguruh (gemeinhin Kaninchen genannt), den Partner des Baumkänguruhs und ein kleines Rudel Meerschweine. Das Alltags-Schäfchen steckt gern seine Nase in Bücher, empfindet Kochen und Backen als entspannend und liebt lange Spaziergänge. Das Sammel-Schäfchen sammelt - na was wohl? Na klar: Schäfchen! In Form von Plüschschafen, Büchern mit Schafen und anderen Dingen, die eindeutig schaf sind. Und heimlich träumt es von der eigenen kleinen Schafherde.

Nadelstiche

Das Jahr fing mit Trauer ein. Todestage, Sterbetage. Schließlich auch noch Tod und Beisetzung der quasi-Uroma der Kinder. Kind zwei und drei waren mit zur Beerdigung. Kind drei hat der Oma ein Bild gemalt und ihr mit ins Grab gegeben. Mit einer Streuselschnecke drauf, weil sie die so mochte. Wir haben intensive Gespräche zum Sterben geführt in den Tagen danach.

Alles ein bisschen zu viel…

Aber trotzdem oder eben genau deswegen braucht es Minuten der Ruhe, des Abschaltens. Und so fand ich die Nadel wieder. Der Versuch den Nadelstichen, die das Leben mir gibt, ein Contra zu geben.

20 Jahre

Heute vor 20 Jahren starb mein Vater. Im Dienst. Auf der Straße. In seinem Transporter. Allein. Bis heute hoffe ich, dass er nicht lange leiden müsste. Dass es schnell ging. Mit Gott und Kirche hatte es mein Vater nicht. Ob er ebenso verständnislos wie meine Mama damit umgehen würde, dass ich ein Lamm Gottes bin? Damals trug ich meine Trauer allein. Gott war da, aber ich war mir seiner nicht sicher.

Heute habe ich die Glocken geläutet. Kraft meines Amtes als Küsterin. Weil in meiner Kirche eine Beerdigung stattfand. Ein Junge. 5 Tage. Ein Kämpfer, der verloren hat. Eingeschlafen liebevoll geborgen im Arm der Mama. Möge Gott den Eltern Kraft geben. Sie wissen, dass ihr Sohn in Gottes Händen ist. Bleibt zu hoffen und zu beten, dass der bis dahin schwere Weg demnächst auf einen leichter zu gehenden Pfad abzweigt.

Schafsgekötteltes

  • zwischen Tür und Angel im Morgengrauen vor Heiligabend die Tasche fürs kleine Lämmchen fertiggestellt – und rechtzeitig verschwinden lassen, bevor das Kindelein hinter mir stand
  • Stricktuch brachte mir eine warme feste Umarmung ein
  • Saxophongurt des Piloten repariert, der Heiligabend den Geist aufgab
  • Friedenslicht aus Bethlehem bis zum zweiten Feiertag  gepflegt
  • demnächst auf dem Programm: Kerzen gießen aus Resten
  • Vorsatz 2019: endlich wieder an der Modellbahn bauen

Anbau

Nach dem Sommer war klar, dass hier vier Laufis wohnen bleiben: die alte Ente, die beiden neuen die wir nach dem Fuchsbesuch geholt hatten, die Ente der wir Asyl gewährt haben. Damit ergab sich die Notwendigkeit einen Plan zum Übernachten im Winter zu machen. Das grosse Domizil ist zwar bequem, aber nicht ausreichend dicht für Winterstürme.

Nach langem Hin und Her entschieden wir uns zu einem Anbau am Hexenhaus, eher selten als elegant schön. Aber praktisch. Ausserdem fand das neue Winterquartier seinen Platz im vorderen Garten, im Lichtkegel des Bewegungsmelders. Hier werden die Enten nun während der dunklen Jahreszeit wohnen.

Was lange währt …

… schafft es nun mit einem Jahr Verspätung und durchaus mit einem heißen Kopf-an-Kopf-Rennen unter den Weihnachtsbaum: die Puppe fürs Patentöchterlein.

Fertig war sie ja schon lange. Nur halt nackt. Der Schlafsack lief gut von der Hand, bis zu den Kleinigkeiten. Ebenso die Hose. Und dann kam die Bronchitis, die Nähmaschine die nicht wollte wie ich, die vielen Alltagssorgen und Mangel an Zeit alternativ Motivation. Aber die Tage habe ich mich festgebissen. Und heute war es soweit: das Puppenkind zieht unter den Weihnachtsbaum und wartet dort auf den ersten Feiertag und auf seine neue Mama.

Fertig. Knapp rechtzeitig vor Weihnachten. Faden vernähen, waschen, verpacken und auf russisch beschriften. Die Wolle gefällt mir gut. Gekauft habe ich vier Knäule, statt einem habe ich pro Richtung etwa anderthalb genutzt. Ich denke, die Wolle bestelle ich noch mal. Ein Knäul habe ich noch und ein bisschen Rest.

Fertig!

Er ist aufgebaut. Mit Türen und Fenster, mit Dach und Regenrinne (vielleicht kommt ja doch mal Regen). Mit drei Räumen. Und er duftet herrlich!

Jetzt heisst es ausfegen, Strom verlegen, Treppenstufe bauen, Beet neu anlegen.

Nächstes Jahr muss er dann gestrichen werden. Tendenz derzeit Lasur. In rotbraun ooder so.

Großbaustelle

Aus der von uns vorbereiteten Brache …

… wurde in dieser Woche eine kleine Großbaustelle. Aber die Männer waren schnell, echt gut und obwohl ich mir das sehr schwer vorgestellt hatte, dass und wie die hier übernachten, war es harmonisch und lustig. Wir tranken Erdbeerlikör und plauderten, soweit das machbar war. Schlafplatz fanden sie alle. Übers Wochenende hinterließen sie einen fast fertigen Schuppen, der den Namen eigentlich gar nicht verdient. „Palazzo protzo“ nennt mein Mann ihn liebevoll.